Tausend Bilder – Soirée mit Orgelmusik im Bonner Münster

11. Oktober 2008 | nach oben

(…) Kraftvoller schritt Jan Esra Kuhl im Präludium d-Moll zur Tat, des­sen feurige Läufe er bravourös umsetzte. Kuhl (Jahrgang 1988), der in der Freizeit Filme gerne mit eigener Musik vertont, bewies in seiner rund sechsminütigen „frei­en Improvisation” Sinn für starke Assoziationen: Die Disposition von Bachs Toccata und Fuge d­-Moll wurde hörbar, martialische, harte Klangblöcke erinnerten an Kampfszenen, und zu den elek­tronisch wirkenden flirrenden Tonrepetitionen in hoher Lage war leicht vorstellbar, wie der Raumroboter „Wall E” durchs Bild wuselt.

Kuhls Interpretationen von Re­gers intimem „Ich sehe dich in tausend Bildern, Maria” und dem sphärischen „Le Banquet Celeste” von Olivier Messiaen umrahmten Eugene Gigouts Toccata h-Moll. (…)

Mit einer Improvisation über „Freut euch, wir sind Gottes Volk, erwählt durch seine Gnade” (Got­teslob-Nr. 722,1), in der er unter anderem in heiterer Tanzform der Freude Ausdruck verlieh, ließ Kuhl die Soiree ausklingen.”

(Thomas Kirchhoff, General-Anzeiger Bonn)

Jan Esra Kuhl im Münster

19. Juli 2008 | nach oben

“Ein kontrastreiches Programm präsentierte der Organist Jan Esra Kuhl (Alfter) im Orgelkonzert an der großen Klais-Orgel in der Münster-Basilika Bonn. Gerade mal 19 Jahre jung ist er und stu­diert zurzeit im ersten Semester bei Domorganist Winfried Bönig an der Musikhochschule Köln. Kraftvoll und klar gliederte Kuhl Bachs Präludium und Fuge e-Moll (BWV 548). Die spritzigen Kaprio­len in der Fuge kontrastierten apart mit dem besonnenen zwei­ten Satz aus der Triosonate d-Moll (BWV 527,2) „Adagio e dolce”.

Die Spätromantiker Mahler und Strauss mag Kuhl nach eigener Aussage besonders gern, aber auch mit Mendelssohn-Bartholdys Präludium d-Moll konnte er sich behaupten und verlieh den gebro­chenen, aufsteigenden Akkorden gegen Ende wuchtige Intensität. „Ich sehe Dich in tausend Bildern, Maria” von Reger (bearbeitet für Orgel) bildete auch hier in seiner Innerlichkeit wieder einen starken Kontrast. Seine eigene, erst kürz­lich uraufgeführte Toccata hatte es in sich – wild aber nicht ungestüm halten rasant verspielte rhythmi­sche Elemente und teils martiali­schen Dissonanzen in Atem. In Messiaens meditativem „Banquet Celeste” konnte man wieder zur Ruhe kommen, und mit Durufles expressiver Harmonik in „Prelude und Toccata” aus op. 5 sorgte Kuhl für einen glanzvollen Schluss.”

(Thomas Kirchhoff, General-Anzeiger Bonn)

Packend und virtuos: Vier junge Organisten im Münster

13. Oktober 2007 | nach oben

(…) Glasklar spielte Jan Esra Kuhl, neunzehn Jahre jung, Johann Sebastian Bachs Präludium und Fu­ge e-Moll BWV 548, ebenso pac­kend geriet Max Regers konzen­trierte Toccata d-Moll op.59. (…) Das Konzert fand im Rahmen der Festdekade für die Stadtpatrone Cassius und Florentius statt. Das nahm Jan Esra Kuhl zum Anlass, eine eigene Komposition uraufzu­führen: „Mors Thebaei“, eine Trau­ermusik im Andenken an Cassius und Florentius, die – der Legende nach – Soldaten der Thebäischen Legion waren. Aus gewaltigen Klangblöcken errichtet Kuhl ein wuchtiges Mausoleum, in dem es ein paar sanfte Momente von gleichsam respektvoller Demut gibt. In schönstem Dur strahlt der Schlussakkord – Cassius und Flo­rentius halten Wache.”

(Matthias Nofze, General-Anzeiger Bonn)

Helle Begeisterung in der Münster-Basilika

14. Oktober 2006 | nach oben

(…) Eindrucks­vollen Abschluss fand das Pro­gramm mit einer Eigenkomposition des erst 18-Jährigen: Kuhls Toccata zeichnet sich durch einen unbe­dingten, auf einen stark künstleri­schen Charakter hindeutenden Ausdrucks-willen aus. Helle Begeisterung!”

(Fritz Herzog, General-Anzeiger Bonn)

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