Jan Esra Kuhl im Münster

19. Juli 2008 | nach oben

“Ein kontrastreiches Programm präsentierte der Organist Jan Esra Kuhl (Alfter) im Orgelkonzert an der großen Klais-Orgel in der Münster-Basilika Bonn. Gerade mal 19 Jahre jung ist er und stu­diert zurzeit im ersten Semester bei Domorganist Winfried Bönig an der Musikhochschule Köln. Kraftvoll und klar gliederte Kuhl Bachs Präludium und Fuge e-Moll (BWV 548). Die spritzigen Kaprio­len in der Fuge kontrastierten apart mit dem besonnenen zwei­ten Satz aus der Triosonate d-Moll (BWV 527,2) „Adagio e dolce”.

Die Spätromantiker Mahler und Strauss mag Kuhl nach eigener Aussage besonders gern, aber auch mit Mendelssohn-Bartholdys Präludium d-Moll konnte er sich behaupten und verlieh den gebro­chenen, aufsteigenden Akkorden gegen Ende wuchtige Intensität. „Ich sehe Dich in tausend Bildern, Maria” von Reger (bearbeitet für Orgel) bildete auch hier in seiner Innerlichkeit wieder einen starken Kontrast. Seine eigene, erst kürz­lich uraufgeführte Toccata hatte es in sich – wild aber nicht ungestüm halten rasant verspielte rhythmi­sche Elemente und teils martiali­schen Dissonanzen in Atem. In Messiaens meditativem „Banquet Celeste” konnte man wieder zur Ruhe kommen, und mit Durufles expressiver Harmonik in „Prelude und Toccata” aus op. 5 sorgte Kuhl für einen glanzvollen Schluss.”

(Thomas Kirchhoff, General-Anzeiger Bonn)

Soweit nicht anders gekennzeichnet, alle Inhalte © Jan Esra Kuhl 2008-2009 | Webdesign & Support: Sven Funke, web-rettung.de

Seit dem 10.05.2009 haben 93 Personen diese Seite besucht.

Jan-Esra-Kuhl.de verwendet WordPress. | Klicken, um Einträge (RSS) und Kommentare (RSS) zu abonnieren.